„Es wäre der Supergau, wenn das Weikersheimer Hallenbad schließen würde“

Veröffentlicht am 06.03.2021 in Aktuelles

Mit diesem Satz verlieh der Vorsitzende der Ortsgruppe des DLRG Weikersheim, Martin Roller, der Dringlichkeit und Sorge zum Erhalt des Lehrbades in Weikersheim Ausdruck. Der Landtagskandidat der SPD Anton Mattmüller traf mit der Bundestagskandidatin Anja Lotz die Vorstände des DLRG Weikersheim, Martin Roller und Kai Aldinger, in den Räumlichkeiten der DLRG.

Zwischen dem Besuch und den neuesten, glücklichen Entwicklungen liegen nur wenige Tage, die eine ganz neue Hoffnung und Zukunftsperspektive für die OG DLRG Weikersheim, die Schulen, die VHS, medizinische Angebote und den Privatnutzer*Innen des Hallenbades eröffnen.

Schon im Januar 2020 hatte der Ortsverein der SPD den Landtagsvorsitzenden und Spitzenkandidaten der SPD, Andreas Stoch, zu einer Besichtigung des Hallenbades nach Weikersheim eingeladen.

Bereits damals hat sich Stoch mit Nachdruck für ein Sanierungsprogramm des Bundes und der Länder für die Sanierung der Schwimmbäder im kommunalen Besitz eingesetzt. 

Wie auch die DLRG-Vorsitzenden, Anton Mattmüller und Anja Lotz bekräftigte damals Stoch, dass Schwimmbäder elementar wichtig wären, ohne sie würden Kinder und auch Erwachsene nicht schwimmen lernen.  

Im Gespräch war man sich einig, dass nur mit Bundes- und Landeshilfe die weiteren Schließungen von Schwimmbädern verhindert werden können.

Umso bitterer und unverständlicher war es 2018 für die SPD-Landtagsfraktion als ihr eingebrachtes Bädersanierungsprogramm von den Grün-Schwarzen Regierungsfraktionen abgelehnt wurde. Und dass, obwohl die Landeskassen zu diesem Zeitpunkt prall gefüllt waren!

Jetzt können alle aufatmen, der ständige Druck und die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit seitens der SPD, der SPD-Landtagskandidaten und der DLRG hatten Erfolg. Das aufgelegte Bundesförderprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur hat Weikersheim mit 3 Millionen Euro berücksichtigt. 

Wie wichtig Lehrbäder sind, betonte Mattmüller indem er die Kürzel „DLRG“ in Worten aussprach:

DEUTSCHE LEBENS-RETTUNGS-GESELLSCHAFT

„Wie sollte Rettungsschwimmen gelehrt werden, wenn die Bäder fehlen.“, so Mattmüller und weiter konnte er erfahren, mit welcher Freude im DLRG Vereinsarbeit gelebt wird. Jung und Alt sitzen zum „Schwätzle“ nach dem Sport und bei den vielfältigen Veranstaltungen zusammen. Mattmüller: „Das Miteinander ist ein ganz wichtiger Teil des sozialen Gefüges in einer Kommune“.

Und wie toll das Miteinander funktioniert, kann die OG DLRG Weikersheim anhand der Zahlen belegen: 

Seit der Gründung der Ortsgruppe vor 60 Jahren ist die Mitgliederzahl konstant bei ca. 560 Mitglieder, 150 Kinder tummeln sich allein montags an den Startblöcken. Von nicht mehr zählbaren Erfolgen bei den unzähligen Mini-Cups, Bezirks, Württembergischen, Deutschen Meisterschaften, den Rettungsvergleichswettbewerben konnten die Vorsitzenden zurecht mit Stolz berichten. 

Wichtiger ist der DLRG jedoch eine engagierte und verantwortungsvolle Kinder- und Jugendgruppe, die eigene Ideen großartig umsetzt. So organisierten sie in der Pandemie ein Online-Weihnachtsbasteln.

„Die Pandemie hat die Vereinsarbeit zum Erliegen gebracht“, so Kai Aldinger, „wir machen uns große Sorgen um unsere Jüngsten. Denn wir werden auch nach einer Öffnung des Bades nicht allen Kindern einen Anfängerschwimmkurs ermöglichen können. Dafür sind die Kapazitäten des Bades einfach zu gering. Ein Schwimmbad mit 25 Metern Bahnlänge und 5 Reihen, das wäre ein Traum, aber vordringlich sei der Erhalt des Bades.“

Wer weiß, durch die Zusage der Bundesfördermittel sind die Karten neu gemischt, es bleibt abzuwarten, welche Gelder noch aus den Landes-, Sport- und Schulfördertöpfen bereitgestellt werden, um die Belastung der Kommune gering zu halten. 

Anton Mattmüller und Anja Lotz gratulieren Weikersheim und setzen sich mit Nachdruck für die weiteren Wahlkreiskommunen zum Erhalt derer Schwimmbäder ein.